Zielsetzung
Die Lenneroute hat in Verbindung mit dem ÖPNV-Angebot der Region das Potenzial, ein wichtiger Baustein im Netz der multimodalen und nachhaltigen Mobilität in Südwestfalen zu werden und als Alltagsradweg die Lebensqualität vor Ort zu steigern.
Um eine gestalterisch und funktional optimale Lenneroute anbieten zu können, die sowohl alltagstauglich als auch touristisch attraktiv und sicher ist, ist es das Ziel, den Streckenverlauf, soweit wie möglich, abseits der Hauptverkehrswege als eigenständige Trasse zu führen. An einigen Stellen muss eine sichere und gute Lösung entlang der Bundesstraße 236 erarbeitet werden, da Alternativen aufgrund von starker Topografie und fehlendem Raum nicht sinnvoll sind.
Ausgangslage
Der Radweg Lenneroute besteht seit 1998, wurde offiziell im Jahr 2005 eröffnet und seitdem als Weg und Marke beworben. Der Radtourismus ist ein zentrales Thema im Lenneraum, den es weiter zu optimieren gilt. Obwohl der Radweg bereits heute durchgehend befahrbar und beschildert ist, fehlt in wichtigen Streckenabschnitten weiterhin eine sichere Trassenführung und eine eindeutige Wegeführung.
Kurzbeschreibung
Die interkommunale Arbeitsgemeinschaft hat den „Masterplan Lenneroute_Zukunftsplanung 2025“ in Auftrag gegeben, in dem in einem Realisierungsteil über Variantendiskussionen abgestimmte Trassenlösungen erarbeitet werden. Um mit der Lenneroute sowohl alltäglichen als auch touristischen Anforderungen zu genügen, sind alternative Wegeschleifen über landschaftlich reizvolle Abschnitte denkbar. Über die intelligente Verknüpfung von Firmenstandorten mit der Lenneroute sollen alltägliche Mehrwerte untersucht werden.
Ergänzt wird der Masterplan durch einen Ideenteil, in dem innovative und touristische Bausteine entworfen werden, mit denen die Lenneroute über die reine Fahrradinfrastruktur hinaus erweitert wird. Ansätze für technische Innovationen sind bspw. eine intelligente Beleuchtung oder digitale Routenservices.
Die Lenneroute soll sich zum Aushängeschild der LenneSchiene entwickeln und als starke Marke den Träger des Regionalmarketings bilden. Regionale Sehenswürdigkeiten wie die Dechenhöhle in Iserlohn oder die Burg Altena sind in Verbindung mit der Lenneroute zu bewerben und an die Route anzubinden. Es entstehen dadurch ansprechende Freizeitpakete für die Besucherinnen und Besucher und ein touristischer Mehrwehrt für die gesamte Region.
Eine Radtour durch die LenneSchiene soll mithilfe digitaler Medien bereichert werden und den Interessierten Informationen zu der umgebenden Landschaft oder historische Fakten vermitteln. Die Konzipierung eines „digitalen Museums“ erfolgt über das Förderprogramm LEADER. QR-Codes und Speech-Codes liefern den Besuchenden und Nutzenden der Rad- und Wanderwege mit Hilfe moderner Medientechnik Informationen zu z.B. historischen Maschinen oder alten industriellen Exponaten.
Aktivtourismus wie Radfahren ist eng verbunden mit dem Speisen nach den sportlichen Anstrengungen. Mit einem gemeinsamen Label können Obstwiesen, Picknick-Plätze und Restaurants mit typischregionaler Küche ausgewiesen werden, um das Thema „Genuss am Fluss“ in der Vordergrund zu rücken.